RIEDSTADT-GODDELAU. Am späten Montagnachmittag empfing der Riedstädter Bürgermeister Marcus Kretschmann (CDU) den Kreisverband der Jungen Union Groß-Gerau zu einem einstündigen Informationsgespräch im Rathaus. Es war das erste physische Zusammentreffen der JU seit Ausbruch der Corona-Pandemie.

„Ich freue mich, dass interessierte Jugendliche und Heranwachsende den Weg ins Rathaus finden“, führte Kretschmann zu Beginn des Austauschs an.
Dabei ließ der Rathauschef die Periode seit seiner erstmaligen Wahl 2016 Revue passieren, auch der stellenweise „schmutzige“ Wahlkampf unter teils erheblichen Diffamierungen seitens seiner Gegner kam zur Sprache.

Vor allem aktuelle Themen der Riedstädter Kommunalpolitik bestimmten jedoch den Kern der Gesprächsthemen.
Im Zuge dessen wurde unter anderem über den Beitrag Riedstadts zur interkommunalen Zusammenarbeit und die besondere Rolle des Naturschutzes angeregt gesprochen. Auch die zuletzt umstrittenen wiederkehrenden Straßenbeiträge wurden thematisiert. „Es gibt hierzu keine Alternative“, betonte Kretschmann die Wichtigkeit der Bürgerzuschüsse.

Weiterhin wurde der vergleichsweise hohe Verschuldungsgrad der Stadt sowie die niedrige Beteiligung an der letzten Kommunalwahl thematisiert. „Ich sehe es als meinen Auftrag an, die Leute zum Wählen zu bewegen“, machte der Bürgermeister deutlich. Dazu seien vor allem eine gute Öffentlichkeitsarbeit sowie deutliche Signale gegen extremistische Tendenzen nötig.

„Leider gibt es im Moment keinen JU-Stadtverband in Riedstadt“, bedauerte der JU-Kreisvorsitzende Luca Karger. Der Kreisverband sei gleichwohl bereit, der örtlichen CDU tatkräftig zur Seite zu stehen, etwa bei der Vorbereitung der kommenden Kommunalwahl. Mit interessierten Jugendlichen aus Riedstadt wolle man sich schon bald in Verbindung setzen.

Bezüglich seines weiteren Engagements kündigte Kretschmann an, er würde gerne noch einmal zur Wahl des Bürgermeisters antreten. Für das Amt des Landrates stünde er allerdings nicht zur Verfügung.

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