Kreis Groß-Gerau. Im Rahmen der ausgebliebenen Lebensmittelkontrollen im Landkreis und dem damit verbundenen Todesfall fordert die Junge Union Kreis Groß-Gerau eine lückenlose Aufklärung seitens des Landrats Thomas Will (SPD). Dieser räumte vor kurzem ein, dass ein Gernsheimer Betrieb zwei Jahre lang nicht kontrolliert wurde. Rechtlich vorgeschrieben sind zwei Kontrollen im Jahr.

Noch im Wahlkampf warb Will mit dem Slogan „Wissen, was wichtig ist“, so die jungen Christdemokraten in ihrer neusten Pressemitteilung. „Für uns ist die Kontrolle der Lebensmittel in unserem Landkreis sehr wichtig. Es ist unerklärlich, wieso der Gernsheimer Betrieb zwei Jahre lang nicht kontrolliert wurde“, so der JU-Kreisvorsitzende Luca Sören Karger. „Die Begründung, dass das Veterinäramt aufgrund der Corona-Pandemie den Kontrollen nicht nachkam, kann keine Entschuldigung sein“, so Karger weiter. Aus diesen Gründen fordert die Junge Union eine lückenlose Aufklärung seitens des SPD-Landrats Thomas Will und des Grünen-Gesundheitsdezernenten Walter Astheimer. „Mögliche Schuldzuweisungen an das Land sind nicht hilfreich und müssen aufhören. Der Landkreis selbst ist für jene Kontrollen zuständig und sollte Konsequenzen ziehen“, so Karger.

„Die Tatsache, dass die Presse vor den Kreistagsabgeordneten informiert wurde, ist ebenfalls fragwürdig. Der Landrat hätte zuerst die Abgeordneten und im Anschluss die Presse informieren sollen“, so Paul Petendra, stellvertretender Kreisvorsitzender und Vorsitzender der JU Gernsheim abschließend.

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