BISCHOFSHEIM. Am frühen Donnerstagabend traf sich der Kreisverband der Jungen Union Groß-Gerau mit dem Bürgermeister Bischofsheims, Ingo Kalweit (CDU).

„Mich als alten JUler freut jede Gelegenheit, mit Mitgliedern der Jungen Union sprechen zu können“, eröffnete Kalweit das rund eineinhalbstündige Informationsgespräch. Dabei ging es thematisch vor allem um aktuelle Belange der Bischofsheimer Kommunalpolitik.

So berichtete der Rathauschef unter anderem über den Neubau zweier Kitas in der Wiesbadener Straße und im Attich. Die Eröffnung der ersteren sei auf den 1. November dieses Jahres terminiert, letztere werde im nächsten Jahr in Angriff genommen.

Mit der Personalsituation der Erzieherinnen und Erzieher habe man aktuell keine Probleme, aufgrund übertariflicher Bezahlung und attraktiven Zusatzangeboten sei man auf dem Arbeitsmarkt gut aufgestellt.

Weiterhin wurde über die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde angeregt gesprochen. Vor allem die Nachverdichtung bestehender Strukturen sei ein wichtiger Punkt, wobei auch das eingeschränkte Parkplatzangebot ein Problem sei, wie Kalweit monierte. Ein Verkehrskonzept werde in den nächsten Monaten entworfen. Man müsse zahlreiche Anwohner motivieren, in erster Linie ihre Höfe als Parkraum zu nutzen. „Das ist unsere einzige Möglichkeit, dieses Problems Herr zu werden.“, mahnte der Bürgermeister.

Im Bezug auf die Ansiedlung weiteren Gewerbes habe man einen Vorteil gegenüber der Wohnraumentwicklung, welche durch die Fluglärmbelastung nahezu unmöglich sei. „Im Außenbereich geht in der Hinsicht gar nichts“, erklärte Kalweit.

Er hoffe, dass Bischofsheim zukünftig Standort eines digitalen Rechenzentrums werden könne. Diese verursachten wenig Verkehrsbelastung und Lärm, seien dafür aber verlässliche Gewerbesteuerquellen. Aus denselben Gründen lehne er dievon mehreren Seiten kolportierte Ansiedlung des Möbelkonzerns IKEA in Rüsselsheim strikt ab.

Der JU-Kreisvorsitzende Luca Sören Karger, der im Rüsselsheimer Stadtparlament vertreten ist, würde ein IKEA-Verteilzentrum im eigenen Stadtgebiet dagegen grundsätzlich befürworten. Investoren zu verprellen, wie es die Stadt Rüsselsheim gerade tue, sei keine nachhaltige Wirtschaftspolitik.

Zum Ende des Gesprächs ließ sich Kalweit eine Herzensfrage nicht entgehen: „Wie geht es der JU?“. Karger berichtete daraufhin von steigenden Mitgliederzahlen und der bevorstehenden Neugründung zweier Stadtverbände. Der Rathauschef wolle sich dafür einsetzen, dass die junge Generation mehr Gewicht auch auf Ebene des Kreistags erhältund bekannte sich deutlich zum CDU-Nachwuchs: „Die JU ist mir eine Herzensangelegenheit“.

« Von sexueller Identität bis Mehrwertsteuer